Frauenquote | Frauendiskriminierung | Männerdiskriminierung | Gleichbehandlung | Impressum


Frauenquoten in Österreich


Was ist eine Frauenquote?
Antwort: Der Anteil von Frauen bei einer Anzahl von Menschen.
Meist wird der Begriff "Frauenquote" bei der Vergabe von gutbezahlten Jobs verwendet, niemals wenn es um gefährliche Jobs (zB Starkstrommontage, Chemiearbeiter) oder um anstrengende Jobs (zB Bergbau, Stahlbau, Müllabfuhr) geht. Mittels Frauenquoten werden Männer von einer gewissen Anzahl von Jobs ausgeschlossen (zB 40% aller verfügbaren Arbeitsplätze in der Firma oder bei der Behörde), ganz gleich um wieviel sie besser geeignet sind, als die bestqualifizierten Frauen.
Merke: Bei den Frauenquoten geht es nur um Rechte für Frauen, aber nicht um Pflichten. Die Feministinnen fordern beispielsweise keine Frauenquoten beim Thema Bundesheer und Zivildienst, wo derzeit Männer für wenig Geld Zwangsarbeit leisten müssen.

Was ist eine Quotenfrau?
Eine Quotenfrau ist eine Frau, die aufgrund ihres Geschlechts und nicht aufgrund ihrer Leistung einen Job bekommen hat. Sie symbolisiert daher die Männerdiskriminierung in der Berufswelt.

Gibt es auch Männerquoten?
Antwort: Nein.
Das mag unfair klingen, ist aber so.
Weder gibt es gesetzliche Männerquoten, noch wird dies diskutiert. Besonders wichtig wären Männerquoten bei den Lehrern, Kindergärtnern, Geburtshelfern, Jugendämtern und Sozialämtern. Andernfalls erleben Kinder bei der Erziehung nur mehr weibliche Bezugspersonen, was sich nachweislich auch nicht als optimal herausgestellt hat.

Warum Frauen in manchen Branchen unterrepräsentiert sind?
1) Solange der Wertschöpfung (Leistung, Output) der arbeitenden Frauen in manchen Branchen und Funktionen nicht höher wird, werden die Frauen dort auch nicht das gleiche verdienen, wie Männer. Aufgrund der selektiven Wahrnehmung wollen das die Feministinnen nicht anerkennen, obwohl es offensichtlich so ist. Unterdurchschnittliche Frauen wollen offensichtlich mit Jammern und gesetzlicher Quote zum Ziel kommen, welches sie mit Leistung nicht schaffen. (Echte Karrierefrauen sind übrigens sogar gegen die Frauenquote, da sie ja dadurch mit den Quotenfrauen verwechselt werden könnten und letztlich ihr Image schmälert.)
2) Das Leistung / Kosten Verhältnis entscheidet, ob eine Firma den Kandidaten (M) oder Kandidatin (F) nimmt. Wenn es sich rechnet, dann nehmen die gewinnmaximierenden Unternehmen sogar Ausländer (A) und Behinderte (B), im Ausland sogar auch Kinder (K). Moralisches Handeln darf man sich von Unternehmen nicht erwarten. Moral haben ja leider auch nur mehr wenige Politiker. Unternehmen haben also nichts per se gegen Frauen, sondern sie wollen halt einfach nur ihre Gewinne maximieren. Das ist verständlich und das Ziel des Wirtschaftens. Frauenquoten machen nicht nur beim Bergbau keinen wirtschaftlichen Sinn (weil die Frauen die körperlich schwere Arbeit ohnedies nicht schaffen), sondern auch in anderen Branchen. Frauenquoten dienen ja nicht dazu den Gewinn einer Firma zu steigern, sondern dazu, ein sozial-politisches Anliegen umzusetzen.
3) Ungehungsmöglichkeiten: Wenn es sich nicht rechnet, dann finden Behörden und Firmen Möglichkeiten, die Quote zu umgehen, wie zB bei der gesetzlichen Behindertquote. Warum soll dann ausgerechnet die Frauenquote funktionieren?
4) Arbeitsdauer:Wenn Frauen genau so lange Arbeiten würden wie Männer, dann lohnen sich die Ausbildungsinvestitionen. Sonst macht es für Unternehmen natürlich am meisten Sinn in jene Mitarbeiter zu investieren, die am längsten Arbeiten (das ergibt den höchsten "Returm on Investment"). Also müßte zunächst einmal das Pensionsantrittsalter und die Wochenarbeitszeit der Frauen auf jenes der Männer angehoben werden. Dann würden Frauen gleich viel verdienen. Frauen wollen aber meist gar nicht länger arbeiten, sondern nur mehr verdienen!
5) Man wird halt Leistung auch in Zukunft nicht per Gesetz gleichstellen können.
6) Globalisierung:Ob Frauenquoten Österreich im internationalen Wettbewerb mit China, Japan, Singapour und Indien wettbewerbsfähiger macht, muss stark bezweifelt werden. Am besten vergleicht man einmal die Entwicklung der Staatsverschuldung Österreichs mit diesen Ländern. Es zeigt sich, Österreich ist international schon jetzt nicht wettbewerbsfähig, sondern der Staat produziert seine Staatsleistungen auf Kredit statt mit Eigenkapital. Das wird sich bald auch in der Wirtschaft rächen - wie aktuell in Irland und Griechenland.
 

Was wollen die Feministinnen mit Frauenquoten erreichen?
Frauen sollen Männern bei der Vergabe von Jobs vorgezogen werden. Die Feministinnen geben vor, damit die Diskriminierung von Frauen am Arbeitsplatz beseitigen und eine Gleichstellung von Mann und Frau in der Berufswelt erreichen zu wollen. Dabei wird in der politischen Diskussion immer wieder betont, dass es sich um eine Bevorzugung von Frauen nur dann handeln soll, wenn gleiche Voraussetzungen gegeben sind (Vorwand & Motto: "Gleicher Lohn für gleiche Arbeit"). Tatsächlich wollen die Feministinnen aber diese Einhaltung der Mindestquoten an Frauen ohne gleiche Voraussetzung und ohne gleiche Ergebnisse erreichen (zB bei der Polizei gelten für Frauen geringere körperliche Eingangstests, als für Männer.) Im Februar 2011 hat sich sogar der österreichische Wirtschaftsminister Reinhold MItterlehner (ÖVP) für Frauenquoten ausgesprochen, unabhängig vom Qualifikations- und Leistungslevel der Frau! Wahrscheinlich will er sich bei den Frauen "Einschmeicheln". Aber auch Frauenministerin Heinisch-Hosek (SPÖ) forderte im Jahr 2009, dass 50% der Aufsichtsratsjobs weiblich sein müssen.
   Der Zweck der Frauenquote ist nicht die Pflicht zur Einbeziehung von Frauen bei Stellenausschreibungen (das gab es bisher schon), sondern Frauenquoten sind eine gesetzlich Verpflichtung dahingehend, dass Frauen bei der Jobvergabe gegenüber Männern bevorzugt werden. Sonst würde man ja keine gesetzliche Frauenquote benötigen.
   In der Praxis ist die Frauenbevorzugung noch wesentlich stärker ausgeprägt, als es im Gesetz vorgesehen ist. Das hängt aber nicht mit einer wirtschaftlich vernünftigen Entscheidung zusammen, sondern mit einer politischen Motivation bei der Jobvergabe. Oder wissen jetzt die Politiker besser, was für eine Firma gut ist, als die Firmenchefs? Jetzt ist in Österreich also nicht nur das "Parteibuch" wichtig, sondern auch noch das "Geschlecht". Natürlich heißt es offiziell, dass das Parteibuch keinen Einfluß auf die Jobvergabe hat. Die gängige Praxis zeigt anderes.
 

Frauenquoten im Österreichischen Parlament?
Aber auch im Parlament sollen laut SPÖ per Gesetz zumindest 40% Frauen pro Partei geben, sonst soll es Strafzahlungen geben. Das witzige dabei ist, dass nicht einmal die SPÖ selbst diese Forderung und dieses Wahlversprechen von Werner Faymann (SPÖ) einhält. Derzeit sind es bei der SPÖ nämlich nur 33%.
  .
Klub / Partei Anzahl an Nationalräten  davon Frauen   Frauenquote
Grüne                   24         13      54%
Team Stronach                    11           5      46%
SPÖ                   52         17      33%
ÖVP                   47         13      28%
FPÖ                   40           7      18%
NEOS                     9           1      11%
Stand August 2014

Ein weiteres Problem gibt es, falls die Männerpartei bei der nächsten Nationalratswahl den Einzug ins Parlament schaffen sollte. Dann müßten 40% der Abgeordneten der Männerpartei weiblich sein :-)))
Bei der Nationalratswahl 2013 waren Team Stronach, NEOS, FPÖ, Grüne die (Zu-)Gewinner. Das heißt sowohl Parteien mit sehr hohen oder sehr niedrigen Frauenanteil waren die Gewinner. Der Frauenanteil war also nicht entscheidend für das Ergebnis, sondern eben ganz andere Faktoren.
 .
 .
Wo gibt es in Österreich bereits Frauenquoten:
Verankert ist die Quotenregelung für Frauen in Österreich derzeit nur im öffentlichen Dienst. Die Rechtsgrundlage dafür bilden das
* Bundes-Gleichbehandlungsgesetz (B-GlBG)
* Landes-Gleichbehandlungsgesetzen,
* sowie Antidiskriminierungsgesetze (... obwohl Frauenquoten zur Diskriminierung von besser qualifizierten Männern führt).
Wahrscheinlich ist die gesetzliche Verankerung von Frauenquoten verfassungswidrig, da diese der Gleichheit vor dem Gesetz widerspricht. Diese Frauenquoten-Gesetze wurden bis dato noch nicht durch den Verfassungsgerichtshof geprüft und sind somit vorerst einmal aufrecht. Ein diesbezügliches Höchstgerichtsurteil würde Klarheit schaffen, steht aber noch aus.
    Exkurs: am 15. März 2011 beschloß die österreichische SPÖ-ÖVP Bundesregierung eine Frauenquote für die Aufsichtsräte der Staatsbetriebe. Bis zum Jahr 2013 solle eine Frauenquote von 25% und bis zum Jahr 2018 ein 35% Frauenanteil erreicht werden. Wenn nicht, dann kommt ein Gesetz. Dh es werden für Frauen Aufsichtsratsposten reserviert, selbst wenn Männer besser geeignet sind. Übergangene besserqualifizierte Männer haben die Möglichkeit wegen sexueller Diskriminierung zum Verfassungsgericht zu gehen.

Kampf der Geschlechter:
Durch sexistische Quoten, wie es Frauenquoten eben sind, werden die Konflikte zwischen den Geschlechtern steigen und nicht sinken. Das zeigt auch die Gründung der Männerpartei in Österreich im Jahr 2008.

Geschlechtsumwandlungen:
Laut einem Höchstgerichtsurteilen (VwGH 2009, VfGH Jan. 2010) muß für eine Geschlechtsumwandlung keine Umoperation mehr durchgeführt werden. Es hängt davon ab, wie sich ein Mensch fühlt, also als Mann oder als Frau. Wenn jetzt ein Mann - der sich als Frau fühlt - kandidiert, fällt er/sie dann unter die Frauenquote oder nicht? Kann ein solcher geschlechtsumgewandelter "weiblicher Mann" fünf Jahre früher in Pension gehen, als ein "echter Mann"?

Geschlechterquoten führen sich ad absurdum:
Wenn es brennt oder wenn eine Frau überfallen wird, dann hofft sie auf rasche männliche Hilfe. Warum? Weil selbst Frauen Männern eine bessere Rettungsperformance zutrauen.
Andererseits haben Männerquoten in der Karenzzeit den bedeutenden Nachteil, dass Männer ihre Kinder nicht säugen können, sondern ihnen nur Kuhmilch im Flascherl verabreichen können. Die Muttermilch ist aber nicht durch Kuhmilch ersetzbar. Auf das haben die Feministinnen leider vergessen.
________________________________________________

Weitere Seiten im Internet:

* Was ein Männerarzt über die Frauenquote denkt => Klick
* Frauenquote statt Einschaltquote beim ORF  auf Wien-konkret, dem Stadtmagazin für Wien
* http://www.freimann.at/  Verein für Gleichberechtigung der Geschlechter und Mitbestimmung in der Arbeitswelt.
* Die höchste Frauenquote einer Partei im Parteivorstand hat die EU-Austrittspartei mit 66%.

________________________________________________

Postings:

Ergebnisloses ORF-"Bürgerforum"
Der ORF sendete am 2. März ein "Bürgerforum" zu den Streitthemen Frauenquoten (wird gerade hochgespielt, offenbar um von wahren Problemen abzulenken), Aufgabenverteilung bei Hausarbeiten und Obsorge, mit Wirtschafts- und Familienminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP) und Frauenbevorzugungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ). Durch die Begrenzung der Redezeit auf etwa eine Minute gab es zwar viele, aber wenig tiefschürfende Wortmeldungen.
Die eingespielten Interviews (Straßenbefragungen) und Ergebnisse von Meinungsumfragen zeigten deutlich, daß die Bevölkerung bei Frauenquoten und Hausarbeit wenig Handlungsbedarf verspürt. Vertreter des profeministischen Wiener Vereins Männerberatung gefielen sich darin, im feministischen Fahrwasser mitzuschwimmen und werden dafür wohl weiterhin und vermehrt öffentliche Aufträge erhalten. Die Buchautoren Edi und Patrick Keck forderten die Pro-Frauenquoten-Parteien auf, zunächst mal ihre internen Quotenbeschlüsse umzusetzen, wenn ihnen das Thema am Herzen liegt. Hoffentlich werden dann bessere Frauen gefunden als die steirische EU-Abgeordnete Helga Ranner (ÖVP), die weniger mit ihrer Politik als mit ihrer wirtschaftlichen Millionenpleite von sich reden macht.
LG V. 3.3.2011

Nötiger wäre eine "Querdenkerquote"
Wenn ich mir die Pro-Quote-Meldungen wie in der Aussendung unten anschaue (auch in einem Kommentar im neuen März-TREND, obwohl dort gleichzeitig steht, daß viele Pro-Argumente haltlos sind), so zeigt sich m.E. wieder einmal, daß die Machthaber nirgends Strukturen im Wirtschaftssystem ändern und mit der Quotenbefürwortung davon ablenken wollen (Hoffnungen erwecken, die sich nicht erfüllen werden). Allerdings auf Kosten der Nachwuchskräfte, die trotz besserer Qualifizierung der Quote zum Opfer fallen. Viel nötiger wäre eine "Querdenkerquote" und Ermutigung, seine Meinung sagen zu dürfen, ohne berufliche Nachteile befürchten zu müssen...
Viktor Pölzl             28. Februar 2011
Verein für Gleichberechtigung der Geschlechter und Mitbestimmung in der Arbeitswelt

@ Sabine und die ÖAAB-Quoten
Das sehe ich auch so. Wobei von einer ÖAAB-Quote und Wirtschaftsbundquote habe ich noch gar nichts gehört.
Bin schon gespannt, was der Wirtschaftsminister zur Türkenquote sagt. Immerhin leben - ich glaube - 10% Türken in Wien. D.h. es müßte auch konsequenter Weise überall eine Türkenquote geben, in den Aufsichtsräten, im Parlament, bei den Richtern & Lehrern ...
Wie es mit der Leistungsfähigkeit Österreichs ausschaut, das zeigt ja der Staatsschuldenstand deutlich auf. In ein paar Jahren kauft China die westliche Welt auf. D.h. das kommunistische China kauft mit seinen Staatsüberschüssen das kapitalistische System auf. China macht bei den USA und Griechenland schon den Anfang :-)))
Glaube nicht, dass Quoten Österreich erfolgreicher machen. Zielführender wäre wohl die Jobvergabe an den besten Bewerber.
R. M        21. Februar 2011

Und denken Sie einmal an die vielen Quoten innerhalb der Parteien:
Die ÖAAB-Quote, die Bundesländer-Quote, die Wirtschaftsbund-Quote und die Familien-Quote (Pröll)…. Da geht’s auch nicht um Leistung…
Ja, die Behinderten-Quote und ihre Nicht-einhaltung von Vater Staat ist ein Witz!
Sabine           20. Februar 2011

Pareteienquote - Frauenquote - Behindertenquote:
* Die Parteibuchquote ist sicherlich viel schlimmer, als die Frauenquote.
* Bei der Behindertenquote hält sich nicht einmal der Staat an das Gesetz
* Glaube nicht, dass man mit Quoten die Wirtschaft leistungsfähiger macht
* Eine Wirtschaft soll nicht sozial sein, sondern leistungsgerecht. Für´s Soziale haben wir eh den Staat.
R. M             19. Februar 2011
________________________________________________

Pressemeldungen:

2.9.2014: Team Stronach / Kathrin Nachbaur für die die Frauenquote:
"Organisationen, die vom Steuergeld leben, müssen Vorbilder bei der Frauenpolitik sein - her mit der Frauenquote!", erklärte Nachbaur in einer OTS-Presseaussendung.

8.9.2013: Quoten sind Menschenrechtsbruch! Männerpartei fordert Abschaffung.
Carin Breuß, Kandidatin der Männerpartei zum Nationalrat und Sprecherin für Chancengleichheit, stellt besonders im Wahlkampf klar:
Die Auswüchse durch Frauenquoten werden jährlich schlimmer. Durch diese absichtliche Ungerechtigkeit werden gute Männer und Frauen herabgesetzt. Nur einigen Wenigen aus der Minderheit an Frauen, denen es nicht zu blöd ist, sich aufgrund ihres Geschlechts bevorzugen zu lassen, ist mit der Quote „geholfen“, ohne es verdient zu haben.
      Carin Breuß fordert:
* Für die Mehrheit der leistungsbereiten Frauen: Die Chance auf fairen Wettbewerb, statt ins „Quotenfrauenlicht“ zu geraten durch verfehlte „Frauenpolitik“.
* Für die fleissigen unter den Männern: Gerechtigkeit statt absichtlicher Benachteiligung durch Quoten.
* Für die Wirtschaftsbosse: Eindämmung der Bonzen, statt zu den männlichen noch weibliche Bonzen hinzuzuzüchten.
„Die Menschen haben den Quotenunsinn zunehmend satt.
Die Männerpartei bietet erstmals den Wählern die Chance, der Verblendung der Politik Einhalt zu gebieten.“, lädt Carin Breuß die Bürger Österreichs zu einem klaren Zeichen ein.
Kontakt: Carin Breuß, Sprecherin der Männerpartei für Chancengleichheit ,   Tel.: 0699-190 339 39

28.2.2011 Feminismus in der österreichischen Familienpolitik?
Wie kann eine Gleichbehandlungs-Ministerin sich gegen Reformen zur gemeinsamen Obsorge stellen? Indem sie eigentlich Frauenministerin ist
In der Familienpolitik sind die höchsten Positionen sicher von Männern besetzt - oder?
   1. Die Familiensprecher der Parlamentsparteien sind zu 100% Frauen.
   2. Im Familienausschuss des Nationalrats sind bei 26 Mitgliedern 20 Frauen, das entspricht mehr als 75%. Die Obfrau des Familienausschusses und ihre 3 StellvertreterInnen sind Frauen.
   3. Über die dringend notwendige Familienrechtsreform verhandeln auf Koalitionsebene die Justizministerin und die Frauenministerin. Der eigentlich zuständige Familienminister meldet sich nur dann kurz zu Wort, wenn seine Familien-Staatssekretärin gerade wechselt.

   Bei den zuständigen Behörden verhält es sich ähnlich:
   4. "Der Anteil an Frauen im akademischen Dienst der Justiz stieg in den letzten Jahren kontinuierlich auf mehr als 40 Prozent. Im Bereich des richterlichen Nachwuchses beträgt dieser weit mehr als 60 Prozent", so das Justizministerium. (www.justiz.gv.at / Das Ministerium / Frauenförderung)  Die Vorsitzende der Fachgruppe Außerstreit- und Familienrecht in der Richtervereinigung (das ist die bei weitem größte Fachgruppe) ist eine Frau.
   5. Eines der bestgehütetsten Geheimnisse der Republik ist der Anteil von Frauen an den Sozialarbeitern der österreichischen Jugendwohlfahrt. Ihr Anteil dürfte etwa gleich sein wie bei den Mitarbeitern der Kinder- und Jugendanwaltschaften. Dort sind 7 von 10 Kinder- und Jugendanwälten Frauen. Insgesamt sind 35 von 42 veröffentlichten Mitarbeitern Frauen (www.kija.at, ohne Administration). Dies entspricht mehr als 80% und somit den Erfahrungsberichten unserer Mitglieder im Zusammenhang mit der Jugendwohlfahrt.
   6. Selbst bei der Polizei sollen weibliche Beamte eher dort eingesetzt werden sollen, wo es um "Kinder oder misshandelte Frauen" geht (männliche Polizisten aber dort, wo es "sehr gewalttätig" zugeht), so die Innenministerin. (Der Standard vom 12./13. Februar 2011)

   Die von der Justizministerin Mag. Claudia Bandion-Ortner vorgeschlagene, dringend notwendige Familienrechtsreform ist ein wichtiger Schritt, um familiäre Beziehungen nach einer Trennung zu schützen und zu erhalten. Sie korrigiert die falschen Anreize, die derzeit Scheidungen und Trennungen begünstigen. Der Feminismus, der in den erregten Äußerungen der letzten Tage ans Licht gekommen ist, beschäftigt sich mit Begriffen wie "Recht auf Familienleben" oder "Gleichberechtigung" lieber nicht.
Rückfragehinweis: Väter ohne Rechte, Mag. Guido Löhlein, Tel. 0664 80271619
OTS0134    2011-02-28/11:57
 

28. Februar 2011: ÖVP Mikl-Leitner fordert Frauen-Quote auf Zeit in staatsnahen Unternehmen
"Ich bin fest davon überzeugt, dass sich ohne Frauenquote nichts ändern wird. Aus diesem Grund fordere ich eine 30 prozentige Frauenquote für staatsnahe Unternehmen und zwar so rasch wie möglich", erklärt die für Frauenfragen zuständige Landesrätin Mag. Johanna Mikl-Leitner.
   "Ich war nie eine Befürworterin der Quote, aber die Erfahrung hat mich klüger gemacht." Warum, erklärt Mikl-Leitner so: "Für Frauen kommen die spürbaren Nachteile erst beim Aufstieg auf die Karriereleiter. Das untere Drittel ist auch noch ohne gröbere Schwierigkeiten zu bestehen, aber ab der Hälfte hat man auf der Karriereleiter das Gefühl, als würden die Abstände zwischen den Sprossen immer größer werden - doppelt so groß, wie bei den männlichen Kollegen."
   Leider hat sich in den letzten 100 Jahren eindeutig gezeigt, dass sich nichts von selbst reguliert, wenn es keine verbindlichen Regelungen gibt. "Und das ist der Grund dafür, dass ich für die Quote auf Zeit bzw. für eine Selbstverpflichtung mit klaren Regeln eintrete. Mit Quote auf Zeit meine ich: So lange, bis die verpflichtende Quote nicht mehr notwendig ist und bis niemand mehr über Quoten diskutieren muss, weil sie selbstverständlich geworden sind. Es darf keine Schande mehr sein, "Quotenfrau" zu sein. Einen Beweis dafür, dass wir ein Regulativ brauchen, haben uns andere Länder geliefert: Norwegen, Spanien und Frankreich haben bereits reagiert - Deutschland wird folgen, wenn es nach der zuständigen Ministerin geht", so Mikl-Leitner. Nicht umsonst wurde Österreich auch schon von der EU gerügt, dass die Einkommensschere zwischen Männern und Frauen am dritthöchsten von der ganzen EU ist. Sie beträgt bei uns 25 Prozent, der EU-Durchschnitt liegt bei 18 Prozent. "Durch die Einführung einer Quote würde sich auch hier einiges ändern", ist Mikl-Leitner überzeugt.
   "Dass es ohne diese Quote nicht geht, haben die letzten 100 Jahre bewiesen: Wir kämpfen mittlerweile 100 Jahre für die Gleichstellung von Männern und Frauen und es ist uns in diesen 100 Jahren ohne Quote nicht gelungen, dieses Ziel auch nur ansatzweise zu erreichen. Ich möchte nicht haben, dass es noch einmal 100 Jahre dauert, bis wir vielleicht eine Gleichstellung haben. Gerade jetzt anlässlich des 100 jährigen Jubiläums des Internationalen Tages der Frauen, wäre es ein wichtiges Zeichen, eine Quotenregelung durchzusetzen. Es ist dies kein Geschenk, sondern wir Frauen haben es uns verdient und erkämpft", betont die Landesrätin und führt weiter aus: "Bei einer Aufteilung 30:70 hätten die Männer noch immer die 'absolute Mehrheit" und bräuchten sich deswegen nicht zu fürchten."
Rückfragehinweis: Volkspartei Niederösterreich Öffentlichkeitsarbeit
OTS0058    2011-02-28/09:51

Anm. Red: Was lernen wir daraus:
1) Die ehemalige Wirtschaftspartei ÖVP hängt immer mehr kommunistischen Gleichmacherei-Ideologie an. Selbst wenn Frauen nicht das gleiche Leisten sollen sie durch Zwangsqutoten gezwungen werden, Frauen das gleiche zu bezahlen. Bezeichnender Weise wird in der Frauenquotendiskussion kaum oder gar nicht über Leistung gesprochen (So auch nicht von der ÖVP). Das ist nämlich der Haken an der ganzen Sache !
2) Wenn die ÖVP nun für Geschlechterquoten ist, wann wird die ÖVP dann Rassenquoten und ethnische Quoten fordern? (Kleiner Tipp für die ÖVP: Laut Gleichbehandlungsgesetz sind Benachteiligungen aufgrund von Geschlecht, Rasse und ethnischer Zugehörigkeit aus gutem Grund verboten. Somit sind Quoten - die ja zu einer Diskriminierung der übergangenen leistungsstarken Personen führt - rechtswidrig.)
3) Die ÖVP marschiert nun dem Weg von KPÖ, SPÖ, Grünen nach. Wahrscheinlich werden sich männliche Wähler in Zukunft bei FPÖ, BZÖ und der Männerpartei einfinden und diese Parteien Wählen. Somit werden Frauenquoten den Geschlechterkampf erst so richtig anstachlen. Wahrscheinlich wollen das viele Politiker ohnedies. Für die Gesellschaft verheißt das aber nichts Gutes.
 

19.2.2011: Wirtschaftsminister Mitterlehner (ÖVP): "Frauenquote für Aufsichtsräte in Staatsbetrieben"
In einem Interview in der Montag erscheinenden Ausgabe des Nachrichtenmagazins "profil" verkündet Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner einen Sinneswandel in der Quotendebatte. Bisher hatte die ÖVP Frauenquoten für die Wirtschaft abgelehnt. Mitterlehner will nun "in einem Art Feldversuch in staatlichen Betrieben austesten, wie sich die Frauenquote auswirkt". Konkret soll in den Betrieben, bei denen der Staat (Mit-)Eigentümer ist, eine Frauenquote für Aufsichtsräte gelten: im ersten Schritt 25, dann 30 Prozent. Mitterlehner begründet seinen Meinungswandel damit, dass "man mit reiner Freiwilligkeit nichts bewirkt". Für diese Frauenquote in Staatsbetrieben brauche man kein Gesetz, es genüge ein Ministerratsbeschluss. Für private Unternehmen hingegen soll die freiwillige Selbstverpflichtung um eine Stufe verschärft werden, erklärt der Wirtschaftsminister im "profil"-Interview.
Rückfragehinweis:   "profil"-Redaktion, Tel.: (01) 534 70 DW 3501 und 3502
OTS0007    2011-02-19/08:00

Anm. Red: Damit tritt nun auch erstmals die ÖVP für eine Männerdiskriminierung durch Frauenquoten ein. Diese entsteht daraus, dass ein besser qualifizierter Mann keine Chance hat einen Posten zu bekommen, der für eine Quotenfrau reserviert ist. Damit will die ÖVP vermutlich die Männer frustrieren und zu weniger Arbeiten verleiten. Der Job von Wirtschaftsminister Mitterlehner wäre es aber, die Arbeiter und Angestellten zu mehr Leistung und Wertschöpfung zu motivieren und nicht zu weniger Leistung!
 


Impressum: www.frauenquote.at